Therapiebaustein Elterntraining

Es erweist sich in einem Elterntraining als besonders zielführend und effektiv nach dem Sammeln der individuellen Ressourcen des Kindes, aber auch der individuellen Problemfelder, die “andere” neuronale Netzwerknutzung und Funktionssteuerung bei ADHS visualisiert, nachvollziebar, sachlich, plausibel zu erklären. Zudem ist es wichtig diese Erläuterungen mit treffenden Beispielen zu unterlegen, an denen die Eltern das Verhalten ihrer Kinder wiedererkennen können.

Zusätzlich gilt das Motto, dass man alles, was man über Kindererziehung gehört hat vergessen kann – vor allem die ständigen Appelle an Einsicht, Nachsicht oder Rücksicht der Kinder, die Versuche vergangene Missetaten der Kinder im Nachhinein aufzuarbeiten, Strafen und deren Androhung, oder der Entzug positiver Verstärker.

Wenn bei Punkteplänen die eingeforderten Regeln nicht klar und präzise genug angekündigt und definiert sind, und die Belohnung nicht zeitnah erfolgt, sind diese leider ebenso wenig erfolgreich.

Aus diesem Grund wird im Elterntraining für Eltern mit Kindern/Jugendlichen mit ADHS sehr auf die Art der Kommunikation geachtet mit der betroffene Kinder und Jugendliche erreichbar sind.

Betroffene Kinder und Jugendliche sind angewiesen auf ein freundliches und wertschätzendes Gegenüber, das knapp und klar formuliert, alles bereits im Vorhinein ankündigt, auf Widerstand gefasst ist, Regeln nicht diskutiert, sondern tatsächlich und unaufgeregt einfordert, was angekündigt wurde, schnell Streitigkeiten deeskaliert, immer die Anstrengungsbereitschaft belohnt und nicht nur das Handlungsergebnis, das sie respektiert und selbst respektabel ist.

Der Verlauf von Krisensituationen werden untersucht und verhaltensanalytisch dargestellt, denn nur über Veränderung des Vorlaufs ist eine Eskalation vermeidbar. Und dies gilt natürlich auch in der Schule, in der betroffene Kinder und Jugendliche beispielsweise auch bei der Freiarbeit ständige Anleitung und Lenkung brauchen, da sie sich entweder nur spontan oder gar nicht entscheiden können. Daher sind kleinschrittiges Feedback und Kontrolle unerlässlich. Kinder und Jugendliche mit ADHS können alles lernen, was ihnen plausibel, nachvollziehbar erklärt wurde und anwendungsbezogen ist – aber auch nur dann!

Bei der Elternberatung und im Elterntraining wird angeraten, den Medienkonsum zu überwachen und zu begrenzen. Computer besitzen für Kinder und Jugendliche mit ADHS eine magische Anziehungskraft, da diese ihrem Wahrnehmungs- und Reaktionsstil sehr entgegenkommen. Sie hyperfokussieren schnell, sind beim Spielen (aber auch beim Arbeiten) mit dem Computer rasch sehr erfolgreich, unter anderem durch das schnelle Feedback und dadurch, dass sie nur tippen und anklicken müssen. Da sie kein Zeitgefühl haben und rasch in eine hohe Erregung kommen, ist es schwer, sie nach längerer Zeit friedlich vom PC wegzuholen.

 

Zu folgenden Terminen werden bei uns in der Praxis Elterntrainings 2019 angeboten:

  • 16. bis 17. Februar für Eltern von Kindern im Alter zwischen 6 und 10 Jahre
  • 23. bis 24. März für Eltern von Teenagern im Alter zwischen 13 und 17 Jahre
  • 6. bis 7. April für Eltern von Kindern im Alter zwischen 8 und 12 Jahre
  • 18. bis 19. Mai für Eltern von Kindern im Alter zwischen 10 und 14 Jahre
  • 29. bis 30. Juni für Eltern von Kindern im Alter zwischen 8 und 12 Jahre
  • 20. bis 21. Juli für Eltern von Teenagern im Alter zwischen 13 und 17 Jahre
  • 21. bis 22. September für Eltern von Kindern im Alter zwischen 6 und 10 Jahre
  • 19. bis 20. Oktober für Eltern von Kindern im Alter zwischen 8 und 12 Jahre
  • 16. bis 17. November für Eltern von Kindern/Teenagern im Alter zwischen 10 und 15 Jahre

 

Für weitere Informationen sowie zur Buchung eines Elterntrainings freuen wir uns über Ihren Anruf in unserer Praxis!

Tel: 0711/367014