Schulberatung

Eltern, Lehrer und Kind – alle werden in die Therapie einbezogen.

Angesichts der nach wie vor hitzigen Diskussion um ADHS und die medikamentöse Behandlung muss hier mit viel Fingerspitzengefühl vorgegangen werden.

Anhand der Erkenntnisse der aktuellen Daten aus Langzeitstudien ist unbedingt die Sichtweise zu verändern. Es ist nicht so, dass sich die Kinder und Jugendlichen nicht anstrengen oder anpassen wollten, sondern sie sind leider durch ihren Wahrnehmungs- und Reaktionsstil in allen wesentlichen Lebensbereichen eingeschränkt. Entsprechend fordert beispielsweise Professor Hans-Christoph Steinhausen, dass man die Umgebung an die Bedürfnisse der Patienten anzupassen habe, zum Beispiel einen festen Sitzplatz im Klassenzimmer, so gut es geht gelenkte Beschäftigung und einen strukturierten Tagesablauf.

Kinder mit ADHS können sich ihre Hausaufgaben ab der ersten Klasse nicht ohne Aufschrieb merken. Sie brauchen Anleitung bei der “Freiarbeit”, Unterstützung bei der Gruppenarbeit, profitieren sehr von übersichtlichen Arbeitsblättern – und einer an ihre Bedürfnisse angepassten Kommunikation.

 


 

  • Konzentrations- und Selbstinstruktionstraining als “Fertigkeitstraining” sind leider nicht effektiv, ebenso das EEG-Neurofeedback als alleinige Massnahme.
  • Entspannungsverfahren, vor allen Dingen das autogene Training, verschlechtern die Symptomatik meist sogar.